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Dienstag, 1. September 2020

Zu oft "falsch-positiv"? - Wie zuverlässig sind PCR-Corona-Tests?

30.08.2020 - Probleme mit flächendeckenden Corona-Tests 

Wie zuverlässig sind PCR Corona-Tests? Zu oft falsch positiv?

Die Fa. Stöbich aus Goslar hat nach eigenen Angaben einen Corona-Schnelltest entwickelt, der zur Zeit auf Wirksamkeit und Genauigkeit geprüft wird. 

Bei der Gelegenheit kam bei mir die Frage auf, wie sicher sind die angewandten PCR-Tests zum Nachweis einer SARS-CoV-2 Infektion? 

Ergebnis: Kein Test ist sicher. In der Literatur und auch in den Medien dazu: Die Tests sind recht sicher. Nach Einschätzung des Direktors vom Institut für Virologie der TU Dresden, Alexander Dalpke, zu 98 bis 99 Prozent. Aufgrund der Eigenschaften von PCR-Tests und hoher Qualitätsanforderungen kämen falsch-positive Befunde bei der SARS-CoV-2-PCR-Testung nach derzeitigen Erkenntnissen nur selten vor.
Ja. Sehr selten, aber sie kommen vor. Dafür gibt es unterschiedliche Befunde, die zwischen 1% unter Laborbedingungen und  5% unter Alltagsbedingungen liegen.
 

Was bedeutet das für die Bevölkerungg?

Man unterscheidet zwischen „falsch-positiven“ und „falsch negativen“ Testergebnissen. Das RKI sagt dazu: 

„Für die operative Zuverlässigkeit des Tests selbst sind die Sensitivität und die Spezifität wesentliche Parameter. Die Sensitivität ist der Prozentsatz, mit dem eine erkrankte Person als positiv getestet wird. Ein Test mit einer Sensitivität von 98 % identifiziert 98 von 100 Infektionen und 2 nicht. Die Kehrseite eines hoch sensitiven Tests: Er kann viele falsch-positive Befunde liefern, wenn er nicht spezifisch genug ist. Die Spezifität ist der Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden. Ein Test mit einer Spezifität von 95 % liefert bei 5 von 100 Gesunden ein falsch-positives Ergebnis“. 

Das hört sich zunächst beruhigend an. Nun aber die tatsächliche Dimension: 

In den letzten Wochen wurden die Tests massiv ausgeweitet. Wenn es möglich ist, dass von 100.000 Tests zwischen 1.000 und 5.000 "falsch-negativ" bzw. "falsch-positiv" sein können, dann befinden sich Tausende angeblich „Gesunde“, tatsächlich aber Infizierte, nicht in Quarantäne bzw. angeblich „Infizierte“, tatsächlich aber Gesunde, unnötig in Quarantäne. 

Übrigens: Allein In der 34. KW wurden laut KKI 987.423 Testungen durchgeführt. Selbst eine  einprozentige Ungenauigkeit würde in einer Woche 9.874 falsche Ergebnisse bedeuten und das bei 8.655 oder 0,88 % positiven Test-Ergebnissen.... 

Wie aussagekräftig ist dann die ganze Testerei? 

Siehe auch: So kann es nicht weitergehen. Zu viele positiv Getestete harmlos (ntv)


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