Donnerstag, 19. November 2015

Medienhatz auf de Maizière

Der Bundesinnenminister wollte in seiner Pressekonferenz nach der Absage des Fußballländerspiels in Hannover die Öffentlichkeit nicht mehr als notwendig beunruhigen und trotzdem rutschte ihm der unglückliche Halbsatz raus: „ ...ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung nur beunruhigen.“
Mangels konkreter Aussagen zu den Hintergründen der Absage, war dieser Halbsatz ein Fressen für die Medienmeute, auf den sie sich genüsslich stürzte. Nach dem Motto: Damit dieser Halbsatz möglichst jeden erreicht, werden wir ihn in allen Nachrichten, Extras, Sondersendungen und Talk-Shows unzählige Mal genüsslich wiederholen und interpretieren, damit auch jeder ihn als beunruhigend empfinden muss.
Im Gegensatz zu den medialen Sensationshaschern hat de Maizière keinen Teleprompter, vom dem er vorformulierte und vorgestanzte Statements ablesen kann. Er muss aus dem Stegreif formulieren.
Aber de Maizière hat den Fehler gemacht, sich gegen die Kanzlerin zu stellen. Desweg haben die Mächtigsten Frauen des Medienkartells, Liz Mohn  (Bertelsmann) und Fride Springer, den Daumen gesenkt, und er wurde zum medialen Abschuss freigegeben.

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