Montag, 9. November 2015

Flucht vor der Mitte

Die Berichterstattung zur Flüchtlingskrise erscheint vielen (und damit nicht nur mir) unglaubwürdig, weil grundsätzliche Vorbehalte gegen Merkels Grenzöffnung zu wenig Raum finden. Das kostet Glaubwürdigkeit, meint der Politredakteur der Welt, Ulrich Clauß, in seinem Leitartikel vom 05.11.2015.
Christoph Hörstel, früherer ARD Nahost Korrespondent, meint sogar, die Medien gingen als Komplizen eines medial-politischen Kartells der Regierung willig zur Hand, indem sie Propaganda betrieben, die Nationalität von Straftätern verschleiern und Einwanderer in Flüchtlinge umdefinieren, die vor einem Krieg flüchten, obwohl sie in der Türkei, Griechenland und auf dem Balkan sicher seien, da dort kein Krieg herrsche.
Dabei ist in der Tat interessant, dass Männer nicht erst ihre Frauen und Kinder, sondern sich selbst in Sicherheit bringen, und ihre Frauen und Kindern zurückgelassen und „den Fassbomben und dem Terror des Assad-Regimes“ aussetzen (Claudia Roth), um sie anschließend, nachdem sie ein „auskömmliches Nest“ geschaffen haben, nachholen zu wollen.

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