Donnerstag, 26. März 2020

Bevor die Medien auf Österreich und dessen Kanzler Kurt losgehen...

Bevor die Medien in Deutschland auf Österreich und dessen Kanzler Kurz losgehen, wäre ein Blick auf Deutschland hilfreich!
"Das Übel heißt Ischgl - auch in Sachen Corona. Es war DIE Virus-Schleuder Europas. Und in Österreich haben die Verantwortlichen frühe Hinweise aus Angst um den Profit ignoriert. Die Selbstinszenierung von Kanzler Kurz als großer Macher ist etwas verlogen".

Und Focus.de titelte:
Österreichs Behörden pennten

Österreichs Behörden penntenViren-Party in Ischgl: Der große Fehler des Corona-Kanzlers Kurz
Österreichs Behörden penntenViren-Party in Ischgl: Der große Fehler des Corona-Kanzlers Kurz
Österreichs Behörden penntenViren-Party in Ischgl: Der große Fehler des Corona-Kanzlers Kurz
Österreichs Behörden penntenViren-Party in Ischgl: Der große Fehler des Corona-Kanzlers Kurz
Wo ist die Kritik der Leute mit dieser „Haltung” an den Corona-Virus-Schleudern in Deutschland und das (zu-) späte Handeln der hiesigen Bundesregierung?

Wie Fasching die Pandemie in Deutschland beschleunigte (NZZ)
Bis zum Karneval in Nordrhein-Westfalen war das Coronavirus in Deutschland unter Kontrolle. Danach breitete es sich rasant aus. Eine grafische Rekonstruktion der frühen Covid-19-Erkrankungen.
Die Stunde null der deutschen Corona-Epidemie war eine Karnevalssitzung am 15. Februar in dem Örtchen Gangelt an der Grenze zu den Niederlanden. Mehr als 300 Personen sassen zusammen, tranken und feierten – und ahnten nicht, dass sich das Virus unter ihnen ausbreitete. Zwei Wochen später sind Tausende in Quarantäne, Hunderte sind an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt, und bis Mittwochmittag sind drei daran gestorben.
17 Stunden feierte ein Besucher in einem Technoclub. Jetzt suchen die Behörden andere Gäste vom 6. und 7. März. Sie sollen sich melden und zu Hause bleiben.
Zahlreiche Berliner haben sich in Bars und Clubs mit dem Coronavirus angesteckt. Etwa ein Sechstel der erfassten Berliner Coronavirus-Infektionen hat mit Club-Besuchen zu tun. Nun hat das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg einen bestätigten Coronavirus-Fall gemeldet, der auf einen Besucher des Clubs „Kater Blau“ zurückgeht.
Dauernd hört man: Kontakte vermeiden in Zeiten des Virus. Doch manche scheinen die Warnungen nicht ernst zu nehmen - und treffen sich gezielt zu «Corona-Partys».
Eine Tafel vom Vorabend kündigt vor einem Restaurant noch eine Party an. In Berlin ist seit Samstag jedoch das Hauptstadt-Nachtlebens für die nächsten fünf Wochen weitgehend beendet.Polizei soll durchgreifen.
>>> Zum Artikel

Mittwoch, 18. März 2020

Macht BILD Politik ?

Macht BILD Politik ?
Während sich die Nachbarn abschotten...
...soll die Bunderegierung über Grenzkontrollen total zerstritten sein. Ein Spitzenbeamter zu BILD: „Sie (Merkel) kämpft selbst bei dieser Epidemie noch um ihr Erbe als Kanzlerin der offenen Grenzen.“ Deshalb blockiert Merkel harte Grenzkontrollen.
Nun legt BILD nach und fordert:
Nachbarländer schotten sich aus Angst vor der weitereren  Ausbreitung des Conora-Virus von Deutschland ab. Tschechien, Dänemark, Polen, Lettland, Estland, Litauen, und andere verwehren uns Deutschen aus berechtigter Sorge die Einreise und viele andere Länder stellen Deutsche nach der Einreise unter Quarantäne. Deutschland erteilt jedoch bis heute Flugzeugen aus Haupt-krisenherden unbekümmert die Landeerlaubnis. (siehe: Video )
In Deutschland verdoppelt sich alle 48 Stunden die Zahl der Infizierten (Stand 15.03.: 4233 Fälle) und andere Länder handeln, weil sie nicht ewig auf eine Entscheidung aus Brüssel warten wollen.
Währenddessen  träumt die Bundesregierung weiterhin von einer europäisch abgestimmten Lösung. Seehofer: "Es hilft in unserem gemeinsamen Schengenraum niemandem, wenn die Menschen nach Paris fliegen, weil in München stärker kontrolliert wird". Doch das hilft! Es schützt nämlich die deutsche Bevölkerung!
Man kann es nicht nachvollziehen: Unser Schulbetrieb wird lahmgelegt, ganze Fußballstadien geschlossen. Gleichzeitig müssen selbst Italien-Rückkehrer nicht in Quarantäne gehen, Touristen und Geschäftsleute aus Haupt-Krisenregionen dürfen weiter einreisen.... BILD nennt das einen Skandal!

Merkel und das Corona-Virus

Merkel und das Corona-Virus
Merkel wird am 11.03.20 morgens  von "BILD" quasi dazu gezwungen, sich nach 6 Wochen endlich zum Carona-Chaos öffentlich zu äußern (BILD: Keine Rede, kein Auftritt, Keine Führung in der Krise) Also bequemte sie sich mittags zur Bundespressekonferenz, um sich vor dem vertrauten Kreis ihrer Hauptstadtkorrespondenten zu präsentieren. Sie grinst, lächelt, ja scherzt sogar, lobt ihre eigene Arbeit und gab banale Hygienetips. Große Erkenntnisse brachte das Ganze nicht, aber viele Korrespondenten schienen zufrieden, von ihr mit Banalitäten abgespeist zu werden, die selbst oberflächlich Informierte bereits aus den Massenmedien kannten.
Was für ein Unterschied zu Macron, Conte und Kurz, die sich direkt an die Menschen in ihren Ländern wenden, staasmännisch und ernsthaft auftreten, während die Kanzlerin vor allem arrogant, überheblich und abgehoben wirkte. Der Unterschied könnte größer nicht sein.
Selbst der Oberbürgermeister von Braunschweig ist in der Lage, eine sachlich fundierte und wohltuend nüchterne Rede zum Thema Corona-Virus an seine Mitbürger zu halten!

Dienstag, 17. März 2020

Verbrechen wie die von Hanau gefährden die Demokratie

Verbrechen wie die von Hanau gefährden die Demokratie
Während bei Anschlägen und Morden von Islamisten Leitmedien und Politik sofort von traumatisierten Einzeltätern sprechen und davor warnen, derartige Taten zu instrumentalisieren und den Islamismus als Grundlage zu bezeichnen, ist es beim psychisch gestörten und rassistisch motivierten Wirrkopf von Hanau genau umgekehrt. Solche Anschläge sind zutiefst zu verurteilen, aber Politiker, Parteien und Medien haben genau das getan, was sie der AfD vorwerfen: Die Tat sofort als eine rechte Gefahr für die Demokratie heraufzubeschwören und die AfD als geistigen Brandstifter zu brandmarken, was Boris Palmer, Grüner Oberbürgermeister von Tübingen, veranlasste, davor zu warnen, der AfD „voreilig“ eine Mitschuld an den mutmaßlich rassistisch motivierten Morden in Hanau zu geben. „Die Gewissheit, die AfD müsse sich eine Mitschuld an dem Attentat anrechnen lassen, weil sie ein geistiges Klima geschaffen habe, das solche Taten erst ermögliche, war 24 Stunden nach den Morden zumindest voreilig.“
Durch solche Taten ist die Demokratie tatsächlich gefährdet, wobei der Feind angeblich rechts steht. Dabei ist es genau anders herum, als es uns die veröffentlichte Meinung suggerieren will. Die Gefahr für die Gesellschaft wie wir sie kennen droht von links! Die Morde von Hanau werden instrumentalisiert, um eine linke Demokratur in Deutschland zu errichten.
Während rechtsmotivierte Taten tatsächlich eine Gefahr für einzelne sind, nutzen Linke mit Unterstützung links/grüner Medien und Politiker derartige Taten, um einen geselllschaftlichen Wandel zu forcieren und einen weiteren Schritt in Richtung Systemwechsel salonfähig zu machen.
Da wird im "Wort zum Sonntag" am 07.03.2020 dazu aufgerufen, "Parlamente zu stürmen, in denen "Neofaschisten" sitzen, die uns in Schreckstarre versetzen wie das Conoravirus" (also alle deutschen Parlamente) und in Zwickau ziehen rund 50 Männer, Frauen und Kinder mit FDJ-Fahnen und in Blauhemden mit dem FDJ-Symbol unter dem Motto „30 Jahre sind genug! Revolution und Sozialismus“ durch die Innenstadt, wobei weitere  Aktionen für Rostock, Berlin, Halle, Jena und Eisenhüttenstadt angekündigt werden.
Für Linke und links/grüne Medien sind wahre Demokraten nur links von der Mitte zu finden, bei SPD, Grünen und Linken. Das ist die Formel der neuen Volksfront, die jeden Andersdenkenden ausschließen und zum "Nazi" abstempeln will.
Nach Hanau wird zur Gesinnungsjagd geblasen. Was helfen soll, sind neue Anti-Extremismus-Programme gegen rechts. SPD und Grüne fordern ein „Demokratiefördergesetz“, das noch einmal knapp 100 Mio. Euro bereitstellen soll, zusätzlich zu den bereits 115 MIo., die das Familienministerium jedes Jahr für den Kampf gegen rechts ausgibt. Ohne messbaren Erfolg. Außer dem, dass damit ein weiteres Beschäftigungsprogramm für arbeitslose Politologen und andere Sozialwissenschaftler in links/ grünen NGO`s finanziert werden wird.
Links ist irgendwie nett, ist doch schön, wenn alle gleich sind. Jeder kümmert sich um den anderen, jeder leistet, was er kann, jeder bekommt was er braucht. So ist die große linke Geschichte. Wir gießen uns grünen Tee auf und zünden Räucherkerzen an.
Doch so ist es nicht. Das, was jetzt von linker Seite unternommen wird, ist der Versuch, alles rechts der linken Mitte zu diffamieren. Es geht offenbar darum, eine ganze Meinungsrichtung, die die Mehrheit in der Bevölkerung hat, gewissermaßen niederzuschreien, niederzuschreiben und niederzudemonstrieren. Wie die LINKE tatsächlich tickt, konnte man auf deren Strategiekonferenz Anfang März in Kassel beobachten.
Dort wurde schwadroniert, „nach der Revolution ein Prozent der Reichen zu erschießen“, was vom Vorsitzenden Riexinger relativiert wurde in, „wir werden sie nicht erschießen, sondern nützlicher Arbeit zuführen“. Und weiter: „Wir müssen diesen parlamentsfixierten Abgeordnetenbetrieb schwächen“, man solle „Staatsknete im Parlament abgreifen und die gesamte Kohle an die AntiFa weiterleiten, Informationen aus dem Staatsapparat abgreifen und den außerparlamentarischen Bewegungen zuspielen“ und dann brauche man „das Parlament natürlich noch als Bühne, weil die Medien sind so geil auf dieses Parlament, das sollten wir nutzen, aber alles was darüber hinausgeht brauchen wir nicht unbedingt.“. Außerdem müssen "wir einfach mal gucken, wie wir die Menschen ansprechen können und das werden wir nicht können, wenn wir den Sozialismus mit wehenden Fahnen voraustragen. Das ist die Sache, die durch die Hintertür kommen sollte".
So sprechen Demokratie- und Staatsfeinde! Und das sind keine ewig Gestrige, sondern junge Leute, die den Kommunismus verklären, weil sie unter ihm nicht leben mussten.
Hätten sich Politiker rechts der Mitte ähnliches erlaubt wie Riexinger und seine kommunistischen Genossen, würde die allgemeine Empörung wohl Tsunami-artige Ausmaße annehmen. In diesem Fall waren es nur wenige Medien, die darüber berichteten. Journalisten der ARD und ZDF waren in Kassel dabei, filmten, führten Interviews. „Tagesschau“ und "Heute" sendete einen langen, aber völlig unkritischen Bericht. Aber die "Faktenfinder" von ARD und ZDF konnten offensichtlich obige Zitate nicht "finden". Die gibt´s halt nur im Internet.  Noch. Bevor sie wahrscheinlich als rechte "Hetze" gegen links entfernt werden.
Während rechte Aufrufe zur Gewalt in Deutschland zu Recht sehr ernst genommen werden, sehen Politik und Medien über ähnliche Wortmeldungen von links häufig hinweg. Wer dies beklagt, muss sich nicht selten den unsinnigen Vorwurf gefallen lassen, Rechtsradikalismus relativieren zu wollen.

Sonntag, 15. März 2020

Anmerkung zur deutschen Erregungsgesellschaft

Ein Blick von außen zum Abschied
Anmerkung zur deutschen Erregungsgesellschaft
Von der Flüchtlingskrise bis zur Erfurter Ministerpräsidentenwahl. Fünf Jahre Deutschland – ein Land, in dem Nüchternheit eine Provokation ist.
Eine bemerkenswerte Analyse der Berliner Verhältnisse von Benedict Neff, langjähriger Korrespondent der NZZ in Berlin.
… In Deutschland immer den gleichen Kommentar geschrieben. Man könnte ihn als den Lasst-die-Kirche-im-Dorf-Kommentar beschreiben. Manche Leser glauben, darin eine bewusste Strategie zu erkennen. Die Wahrheit ist, der Kommentar entsteht fast von allein, denn die deutschen Debatten sind oft von einer eigentümlichen Hysterie gekennzeichnet.
…. Man denke nur an all die Zeitungskommentare zur angeblichen Schande von Thüringen. Man konnte meinen, ein Nazi habe die Macht ergriffen. Stattdessen wurde ein FDP-Politiker bei einer demokratischen Wahl zum Ministerpräsidenten gewählt – mit den Stimmen der AfD, so viel ist richtig.
… In Deutschland ist aber etwas anderes zu beobachten: Nüchternheit ist hier eine Provokation. Der Lasst-die-Kirche-im-Dorf-Kommentar bringt viele Menschen erst recht zum Hyperventilieren. Kurzum: je unaufgeregter der Ton, desto aufgeregter die Reaktionen.
… Denn wer nicht selbst die Alarmglocke schellt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt:
… In der Gemeinde aktivistischer Journalisten gilt Gelassenheit wahlweise als Kollaboration mit dem Feind oder Geschichtsvergessenheit.
…Dass die deutsche Öffentlichkeit eine leicht erregbare ist und sich Euphorie und Jammer manchmal in kurzen Intervallen abwechseln, konnte ich immer wieder beobachten. Deutschland ist eine Nation, die sich heute für seine Menschenfreundlichkeit feiern und schon morgen des kollektiven Rassismus bezichtigen kann.
…. Einige Zeit später traf ich den Politologen Bassam Tibi in Göttingen für ein Interview. Er ist in Damaskus geboren, war lange Professor in Deutschland, lehrte aber auch in Harvard und Yale. Eigentlich hätte Tibi zu jener Zeit der Mann der Stunde sein müssen, ein Erklärer zwischen den Welten. Aber er spielte im deutschen Diskurs kaum eine Rolle, und das dürfte mit seinen Meinungen zu tun gehabt haben. Eine Quintessenz aus dem Gespräch war: Schlecht integrierbare Menschen treffen auf eine Gesellschaft, die nicht fähig ist, Menschen zu integrieren.
… Warum rekapituliere ich hier noch einmal die Flüchtlingskrise? Sie prägte meine Arbeit als Korrespondent, aber sie prägt auch das Land bis heute. Die Umwälzungen im deutschen Parteiensystem sind zum Teil eine direkte Folge dieser Zeit. Die AfD war bis dahin eine unbedeutende Professorenpartei, die mit dem Euro haderte. Merkel hat sie groß gemacht.
… Aber auch deutsche Medien haben die AfD vitalisiert, weil sie den Asyl-Diskurs nicht in der nötigen Breite führten und weil sie etwas machten, was Medien nie tun sollten: sich relativ eindeutig auf die Seite der Mächtigen zu schlagen, anstatt sie kritisch zu begleiten.
… Die AfD ist nicht stärker geworden, weil man sie in Deutschland zu wenig bekämpft hätte. Eher hat man sie zu stark ausgegrenzt, zu einem Zeitpunkt, als sie noch einigermaßen gemäßigt war. Er sei «ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft», sagt Mephistopheles in Goethes «Faust». Die deutsche Politik funktioniert oft genau umgekehrt: Man will das Gute und erreicht damit exakt das Gegenteil.
… Dass das Vorgehen von FDP und CDU nicht besonders klug war, war offensichtlich, aber ich wendete mich gegen die moralische Verurteilung der Wahl und gegen die Vorstellung, dass eine Wahl von Thomas Kemmerich weniger demokratisch sein soll als eine Wahl von Bodo Ramelow.
… Wenn bürgerliche Parteien nicht mehr kandidieren aus Angst, von der AfD gewählt zu werden, dann machen sie aus dieser Partei einen Riesen, und sie verraten ihre eigenen Werte.
... «Spiegel Online«: Die Kritik vieler Kommentatoren fällt vernichtend aus – ein Schweizer sieht die AfD-Stimmen für Kemmerich hingegen nicht als Makel.» … Wie kann es sein, dass in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern fast alle Medien nach so einem Ereignis mehr oder weniger den gleichen Kommentar publizieren: Schande, Dammbruch, Tabubruch?
… Es gibt in Deutschland eine große und permanente Angst, man könnte im entscheidenden Moment nicht auf der richtigen Seite stehen. Auch diese Angst führt zu medialen Überreaktionen und dazu, dass viele das Gleiche schreiben.