Montag, 29. Februar 2016

Glaube und Hoffnung ersetzen Realpolitik

Haben Sie Merkel bei Anne Will gesehen? Ihre Ausführungen lassen sich in dem Satz zusammenfassen. „Ich schaffe das, wenn ihr nur fest genug an mich glaubt“. Im Umkehrschluss heißt das ja wohl: „Wenn ich scheitere, habt ihr nicht fest genug an mich geglaubt“. Eine klare Schuldzuweisung an ihre Zweifler. 
Genauso verräterisch der Satz: „Wenn ich den Menschen meinen Weg richtig erkläre, werden sie ihn mitgehen“. Das grenzt schon an monarchische Anmaßung und Selbstüberhöhung. Sie meint, die Menschen, also die Bürger, denen sie das Amt verdankt, wie Kleinkinder an die Hand nehmen zu müssen, um sie auf ihren, also den richtigen Weg zu bringen.
Das hat wenig mit Überzeugungskraft und Führungsstärke zu tun. Vielmehr grenzt es bereits an Starrsinn und Verbohrtheit. Starrsinn angesichts des massiven Gegenwinds im In- und Ausland. Ihre „Politik durch Glauben“ müsste sie eigentlich bei einem Blick in die Geschichte daran erinnern, wie unrühmlich es enden kann, wenn man bei ständig hoffnungsloser erscheinender Lage immer trotziger ungebrochene Zuversicht und Glauben propagiert.
Mantraartig wiederholt Merkel ihre Forderung nach einer europäischen Lösung. Hat sich Merkel schon mal die Frage gestellt, warum die übrigen europäischen Länder auf ihre Position einschwenken sollen, wenn Deutschland die Grenzen offen lassen will und so alle Flüchtlinge aufnimmt? 
Wie abgehoben sie ist, zeigt sich in dem Satz: "Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, alles dafür zu tun, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet". 
Nein, darin besteht ihre Pflicht nicht. Sie besteht darin, ihrem Eid zu folgen und zum Wohle des EIGENEN Volkes zu handeln. Sie hat geschworen, Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden und nicht darauf, europäischen Staaten ihre Sicht der Dinge aufzwingen zu müssen.
Wie sagte schon Jean Paul Sartre: „Ein politisches System, das dem Untergang geweiht ist, tut instinktiv vieles, was den Untergang beschleunigt“.

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