Sonntag, 16. März 2014

Betrogene Russen – Rache für Snowden?

Putins Kurs auf der Krim hat seine Wurzeln im Wortbruch des Westens. Keinen Daumenbreit sollte sich die Nato nach Osten ausbreiten versprachen US-Außenminister James Baker und Hans Dietrich Genscher Michael Gorbatschow und Eduard Schewardnadse, wenn Moskau der Nato-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschlands zustimme. Nun steht sie an Russlands Grenzen.
Wen kann es also wundern, dass sich Russland zum ersten Mal seit seiner Niederlage im Kalten Krieg wehrt? Seit 10 Jahren steht die Nato im Baltikum an Russlands Grenze. Schon 2007 hatte Putin anlässlich der Überlegungen, Georgien und die Ukraine in die Nato aufzunehmen auf einem Nato-Gipfel in Bukarest gewarnt:
„Das Entstehen eines mächtigen Militärblocks an unseren Grenzen würde in Russland als direkte Bedrohung der Sicherheit unseres Landes betrachtet".
Putin wurde nicht ernst genommen und Gorbatschow beging einen schweren Fehler: Er vertraute dem Westen – ohne Vertrag.
Hans-Ulrich Jörges - Stern
Übrigens: Die Krim gehörte 200 Jahre zu Russland und wurde 1954 vom Ukrainer Chruschtschow der Ukraine "geschenkt".


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