Freitag, 2. Januar 2015

Populisten, Pöbel, Politiker

Es ist wie immer, wenn irdendein Thema auf´s Tapet kommt, das dem Mainstream widerspricht: Aufschrei, Empörung, vernichtende Kommentare, hysterische Politreaktionen, Analyse, Nachdenklichkeit, Versachlichung der Diskussionen.
   So auch im Fall von Pegida. Der Wochenkommentar von Cora Stephan auf  NDR.de ist lesenswert.
   Sie meint, dass das, was sich in letzter Zeit über demonstrierende Menschen in Dresden ergießt, mit einer  politischen Gesprächskultur nichts mehr zu tun habe. Da würde nur noch gespuckt und gespien – was man in Deutschland offensichtlich dürfe, wenn es um vermeintliche Nazis geht.
   Andere würden wohlwollend meinen,  dem dummen Volk dieses oder jenes einfach besser erklären zu müssen, was es längst wisse: Dass nämlich integrationsunwillige Gemeinschaften mit zunehmender Anspruchshaltung keine Bereicherung sind.
   Dass in Dresden diffuse Ängste mitspielen, sei keine Frage. Aber das Argument, dort gäbe es keine Muslime, vor denen man sich fürchten müsse, zeige, dass die Meinungsmacher den Dresdnern die Fähigkeit absprechen, über den Tellerrand blicken zu können. Hätte nicht auch Angela Merkel erst nach der Reaktorkatastrophe im 8000 km entfernten Japan gelernt, sich vor Atomkraft zu ängstigen?
   Aber seien Ängste, auch diffuse, bei uns nicht sehr willkommen, wenn sie von Linken geschürt würden? Vor Atom müsse man sich fürchten, vor Fracking, vorm Kapitalismus, vor den Finanzmärkten und Handelsabkommen. Und vor dem Klimawandel müsse man sich sogar amtlich verordnet fürchten, weil nur so  die enormen Kosten einer verfehlten Energiepolitik zu rechtfertigen seien. Und solange Protestierer jung seien und moralisch überlegen auftreten,  würden diese als mutige Widerständler gelten. (Egal wie viele Linksextremisten darunter sind).
   Aber die in Dresden würden als rückwärtsgewandte Dummköpfe abgestempelt, weil sie den Vormarsch islamischer Fanatiker und die Rückkehr deutscher Unterstützer mit Furcht zur Kenntnis nehmen würden. Vor Terroristen, die im Namen ihrer Religion Kinder massakrieren, Geiseln enthaupten, Frauen vergewaltigen und steinigen, könne man nichts anderes als Furcht empfinden.

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