Montag, 12. Januar 2015

Aufstand aus der Mitte

Der "Stern" meint, sie würden gegen alles und jeden protestieren.  Der deutsche Wutbürger gehe auf die Straße und die meisten kämen aus der bürgerlichen Mitte. Deutschland erlebe eine neue Form sozialen Protestes und die Politiker seien ratlos.
Die linksintellektuelle Kaste reibt sich verstört die Augen. Sie hat in den 60er Jahren die APO von links gebildet. dann den Marsch durch die Institutionen angetreten und ist weichgepolstert im öffentlichen Dienst, den Gewerkschaften, den Medien und in allen Bereichen, die mit Soz- anfangen, gelandet. 
   Jetzt fragt sie sich verstört: Was ist denn plötzlich mit der Republik los? Jahrzehntelang bestand die bundesdeutsche Protestkultur aus festgefügten Blöcken von ganz links bis ganz rechts und in der Mitte marschierte der DGB am 1. Mai und Linksintellektuelle maßten sich das Deutungsmonopol über das politische Geschehen in Deutschland an. Und jetzt? Rentner, Beamte, Hausfrauen, Busfahrer, Lehrer und, wenn es gegen Ausländer geht, auch Nazis. Sie sind aber in der absoluten Minderheit. Eine womöglich jahrelang angestaute Wut drängt auf die Straße.
   Ja, liebe Linkspopulisten, das ist die APO der Mitte des Jahres 2015. Und entgegen eurer Feindbildkonstruktion ist sie gegen mehr als der zugegeben bekloppte Name „Pegida“ verheißt. 
Der „Stern“ hat es auf den Punkt gebracht. Sie sind z.B. gegen 
- Islamisierung
- Asylschwindler
- Kriegstreiber der Nato
- Bevormundung

- Alternativlosigkeit der Politik
- Genderwahn
- Staatspropaganda
- Weltfinanzsystem
- Medienmanipulation
- Helfershelfer im Medienkartell,  die als Wortpolizisten jeden politisch unkorrekten Widerspruch  niederzischen.

    Der „Stern“ meint, die Politik sei ratlos, ja beleidigt. Was nehme sich das Volk eigentlich heraus? Und reagiere mit Ausgrenzung, Belehrung, Herablassung. Die Protestierer würden behandelt wie kleine ungezogene Rotzlöffel Gäbe es für deren Wut, vom Politikbetrieb nicht ernst genommen zu werden, nicht eine bessere Bestätigung?
Warum aber Dresden?
Die sind offensichtlich viel unerschrockener und ganz anderes gewohnt. Sie sind schon als Montagsmarschierer unter Lebensgefahr auf der Straße gewesen, um gegen empfundene Ungerechtigkeit zu kämpften.
Und bevor die 48% Sympathisanten im Westen, satt und träge wie sie sind, auf die Straße gehen,  muss schon mehr passieren. So was wie Strommasten vor der Haustür...
Aber das begreifen linkspopulistische Meinungsmacher nicht, die Andersdenkende mit Etikettierungen statt mit Argumenten außer Gefecht setzen, egal ob das, was gesagt wird, richtig ist oder nicht.
Quelle: Stern 1/2015

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