Mittwoch, 3. September 2014

Riskieren Journalisten in Kriegsgebieten ihr Leben für die Wahrheit?

Das sind Märchen. Die mediale Realität ist eine andere. Die meisten Recherchen erfolgen unter der Kontrolle oder mit gezielter Unterstützung einer der Kriegsparteien. Somit wird für alle klar, eine objektive Berichterstattung kann es in einem solchen Krieg nicht geben. Die meisten journalistischen Arbeiten dienen propagandistischen Zwecken einer Kriegspartei.
Insbesondere der Konflikt in der Ukraine hat gezeigt, wie einseitige Quellen, Bilder und Recher- chemöglichkeiten zu krassen Fehleinschätzungen führen können. Die unkritische und teilweise unprofessionelle Kriegsberichterstattung hat dazu geführt, dass sich die Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen noch verstärkt haben. Medien haben mitgeholfen, die vorhandenen Spannungen zu potenzieren.
Hans-P. Siebenhaar, Handelsblatt Online

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